Hochwasserrisiko

Foto, überschwemmter Siedlungsbereich

Im Zuge der fortschreitenden Landnutzung wurden immer mehr Flächen, die Hochwassergefahren ausgesetzt sind, genutzt. Somit stieg die Bedrohung durch Hochwasser, obwohl über die Jahrhunderte örtlich der bauliche Hochwasserschutz ständig verbessert wurde. Auch sind die Auswirkungen im Vergleich zu früheren Jahrhunderten katastrophaler.

Die Hochwassergefahr bezeichnet nur die Wahrscheinlichkeit und die Ausmaße eines Hochwasserereignisses. Hochwasserrisiko besteht dort, wo die Landnutzung nicht an die Hochwassergefahr angepasst ist und dadurch Schäden durch Überflutung entstehen können.

Zur Bewertung im Sinne der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie werden die negativen Auswirkungen auf folgende Schutzgüter näher betrachtet:

  • menschliche Gesundheit,
  • die Umwelt,
  • das Kulturerbe und
  • wirtschaftliche Tätigkeit und Infrastruktur.

Das Hochwasserrisiko ist dabei als das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und den Ausmaßen eines Hochwasserereignisses sowie der Exposition der Schutzgüter zu verstehen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die Geomorphologie des betroffenen Gebietes sowie die Verwundbarkeit, das heißt die Empfindlichkeit der betroffenen Einrichtungen oder Nutzungen gegenüber Überflutungen.