Umsetzung im Einzugsgebiet bayerischer Main

Artikel 13 der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie sieht als Übergangsregelung vor, dass alle bis 22.12.2010 erstellten Gefahren- und Risikokarten sowie Hochwasserrisikomanagement-Pläne verwendet werden dürfen, wenn sie den in den Artikeln 6 und 7 bezüglich der Inhalte gestellten Anforderungen genügen. Bei Inanspruchnahme der Übergangsregelung entfallen die o.g. Aufstellungsfristen und es ist dann erst ab 2018 die erste Fortschreibung des Hochwasserrisikomanagement-Plans notwendig.

Mit dem bereits 2006 veröffentlichten HochwasserAktionsplan Main wurden für das Einzugsgebiet bayerischer Main bereits viele der für die Aufstellung eines Hochwasserrisikomanagement-Plans erforderlichen Arbeitsschritte erbracht. Zudem liegen für viele Gewässer die zur Erstellung der Hochwassergefahren- und –risikokarten benötigten hydraulischen Berechnungen vor.

Vor diesem Hintergrund hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit beschlossen, für dieses Gebiet den Artikel 13 der Richtlinie in Anspruch zu nehmen und den HochwasserAktionsplan Main zum ersten Hochwasserrisikomanagement-Plan weiter zu entwickeln.

Geltungsbereich des Hochwasserrisikomanagement-Plans „Einzugsgebiet bayerischer Main“ sind die im Maineinzugsgebiet gelegenen Teile der Regierungsbezirke Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken und Oberpfalz sowie die baden-württembergischen Teile des Maineinzugsgebiets (im Wesentlichen Einzugsgebiet der Tauber).

Im Hochwasserrisikomanagement-Plan werden die von Fließgewässern verursachten Hochwasser, nicht jedoch Überflutungen infolge hoher Grundwasserstände oder infolge von Sturzfluten betrachtet. Die Betrachtung auch dieser Risiken bleibt ggf. der Fortschreibung vorbehalten.