Maßnahmen mit Bezug zur EG-Wasserrahmenrichtlinie

Der im Zuge der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie Ende 2009 veröffentlichte Bewirtschaftungsplan mit Maßnahmenprogramm für das bayerische Maineinzugsgebiet beinhaltet zahlreiche hydromorphologische Maßnahmen, die eine positive Wirkung auf den Hochwasserabfluss entfalten. Auch wenn diese Maßnahmen im Einzelnen keinen Hochwasserschutz darstellen, so können sie doch dämpfend auf die Laufzeit der Hochwasserwellen wirken und helfen, die Scheitelspitzen zu reduzieren. Insofern haben diese Maßnahmen unterstützenden Charakter für die Reduzierung von Hochwasserrisiken.

Bezogen auf die Planungsräume, die in dem Bewirtschaftungsplan nach EG-Wasserrahmenrichtlinie ausgewiesen sind, liegt die Anzahl an Oberflächenwasserkörpern mit hydromorphologischen Maßnahmen, die eine positive Wirkung auf den Hochwasserabfluss entfalten, bei:

  • Planungsraum Unterer Main: 50 Oberflächenwasserkörper,
  • Planungsraum Oberer Main: 19 Oberflächenwasserkörper,
  • Planungsraum Regnitz: 34 Oberflächenwasserkörper.

Folgende Maßnahmen nach EG-Wasserrahmenrichtlinie mit positiver Wirkung auf den Hochwasserabfluss wurden dabei betrachtet:

  • Abflussverschärfende Einleitungen vermindern,
  • Uferverbau entnehmen und hydromorphologische Entwicklung zulassen,
  • Bachverrohrung öffnen,
  • Seitengewässer anbinden,
  • Umgehungsbach anlegen,
  • Neuen, naturnahen Gewässerlauf anlegen,
  • Gewässerprofil naturnah umgestalten,
  • Ufergehölzsaum / Auwald erhalten, naturnah pflegen,
  • Ufergehölzsaum / Auwald durch Sukzession entwickeln,
  • Ufergehölzsaum / Auwald durch Pflanzung entwickeln,
  • Hochstaudenflur / Röhricht erhalten, naturnah pflegen,
  • Hochstaudenflur / Röhricht durch Sukzession entwickeln,
  • Hochstaudenflur / Röhricht pflanzen,
  • Altgewässer / Auebäche anlegen,
  • Altgewässer / Auebäche neu anlegen,
  • Deiche verlegen (in Verbindung mit einzugsgebietsbezogenen Hochwasserbetrachtungen).