Maßnahmenkatalog

Der Maßnahmenkatalog untergliedert sich in die Handlungsbereiche Vorsorge, Bewältigung und Nachsorge.

Der Handlungsbereich der Vorsorge umfasst die Bereiche

  • Flächenvorsorge,
  • Bauvorsorge,
  • Risiko-/Verhaltens-/Informationsvorsorge,
  • Vorbereitung Gefahrenabwehr.

sowie

  • natürlicher Rückhalt,
  • technischer Hochwasserschutz.

Der Handlungsbereich der Bewältigung bietet keine Möglichkeit zur Maßnahmenauswahl, nachdem hier die Abwicklung der unter Vorsorge bzw. Nachsorge vorbereiteten bzw. ergriffenen Maßnahmen erfolgt.

Technische Hochwasserschutzeinrichtungen bewirken, dass es in Siedlungsbereichen nicht zu einer Überflutung bei Hochwasser einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit kommt (in der Regel ein 100-jährliches Hochwasser). Sie wirken grundsätzlich jedoch nur bis zu einem, bei der Planung festgelegten Hochwasserabfluss. Deshalb ist es angezeigt, auch bei Vorhandensein von Hochwasserschutzanlagen Maßnahmen der Vorsorge zu treffen, um das verbleibende Restrisiko, z.B. bei einem extremen Hochwasserereignis, zu minimieren.

Der Handlungsbereich der Nachsorge erstreckt sich vor allem auf die

  • Dokumentation und Bewertung der Schäden,
  • Nachbereitung des Katastropheneinsatzes.

Er schließt den Management-Kreislauf, indem die Erkenntnisse und Lehren aus einem abgelaufenen Hochwasser zum neuen Ausgangspunkt einer verbesserten Vorsorge werden. Darüber hinaus können diese Erkenntnisse auch wichtige Grundlagen für Planungen zum Hochwasserschutz sein.

In der Systematik des Maßnahmenkatalogs liegt weiterhin eine Unterscheidung der Maßnahmen nach ihrem räumlichen Geltungsbereich in drei Maßstabsebenen:

  • Dem gesamten Einzugsgebiet des Bayerischen Mains,
  • der jeweiligen Planungseinheit,
  • dem lokalen Maßstab der einzelnen Städte und Gemeinden.