Bestimmung der Risikogewässer

Die im Hochwasserrisikomanagement-Plan Einzugsgebiet bayerischer Main definierten Risikogewässer wurden unter Berücksichtigung der grundlegenden Kriterien nach folgenden Aspekten bestimmt:

  1. Gewässer mit einem Einzugsgebiet von mindestens 500 Quadratkilometern, die dadurch meist eine erhebliche Bedeutung im Abflussgeschehen aufweisen,
  2. Gewässer, bei denen in der Vergangenheit häufiger und nicht nur lokal begrenzte Ausuferungen aufgetreten sind. Aufgrund dieser Erfahrungen und aufgrund örtlicher Kenntnisse der Wasserwirtschaftsämter weisen sie damit ein Hochwasserrisiko auf, das signifikante Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeiten haben kann,
  3. Gewässer, für die aufgrund möglicher Hochwassergefährdung und ihrer Lage in dicht besiedelten Gebieten aktuelle Verfahren zur Ausweisung von Überschwemmungsgebieten eingeleitet wurden bzw. vordringlicher Bedarf dafür besteht.

Die nach diesen Kriterien festgelegte Gewässerkulisse mit signifikanten Risikogewässern umfasst eine Länge von insgesamt rund 2.000 Kilometern.

Die Gewässerkulisse beinhaltet Gewässer, die auch über die Landesgrenze Bayerns hinausreichen. Diese sind im Wesentlichen der Main im Grenzbereich Bayern – Hessen sowie Main und Tauber im Grenzbereich Bayern – Baden Württemberg. Diese Gewässer werden auch in den Hochwasserrisikomanagement-Plänen der Nachbarländer enthalten sein. Die inhaltliche Abstimmung erfolgt zu gegebener Zeit, wenn die Erstellung der Managementpläne in diesen Ländern den entsprechenden Stand erreicht hat. Die Abstimmung kleinerer Seitengewässer (z.B. Gersprenz im Grenzbereich Bayern – Hessen) erfolgt ebenfalls noch zu gegebener Zeit.