Handlungsbereiche

Die Konkretisierung des zentralen Ziels der Richtlinie lässt sich anhand dreier Handlungsbereiche vornehmen, worauf sich die Bundesländer verständigt haben (Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser – LAWA). Sie stellen eine Art „Kreislauf des Hochwasserrisikomanagements“ dar und gliedern sich in die Bereiche

Vorsorge

Bewältigung

Nachsorge

Zum Handlungsbereich der „Vorsorge“ gehören als Ziele die

  • Vermeidung neuer Risiken (im Vorfeld eines Hochwassers) im Hochwasserrisikogebiet,
  • Reduktion bestehender Risiken (im Vorfeld eines Hochwassers) im Hochwasserrisikogebiet.

Zum Handlungsbereich der „Bewältigung“ gehört das Ziel der

  • Reduktion nachteiliger Folgen während eines Hochwassers.

Zum Handlungsbereich der „Nachsorge“ zählt letztlich das Ziel der

  • Reduktion nachteiliger Folgen nach einem Hochwasser.

Der Managementkreislauf verdeutlicht, dass der Umgang mit Hochwasserrisiken kein einmaliger Prozess ist, sondern vielmehr die Verzahnung verschiedener Phasen bedeutet, die immer wieder durchlaufen werden müssen. Die Erfahrungen aus einem abgelaufenen Hochwasser sind dabei wichtig, um die Vorsorge anzupassen und so Risiken künftig weiter zu verringern. Der Managementkreislauf verdeutlicht, dass der Schwerpunkt auf der Vorsorge vor Hochwasser liegt. Bei dieser Betrachtung zählen auch bauliche Maßnahmen, wie technischer Hochwasserschutz oder Rückhalt in der Fläche, zu dem Bereich Vorsorge, nachdem sie weit vor Ablaufen eines Hochwassers geplant und umgesetzt werden müssen, um Wirkung zu entfalten. Im Bereich "Bewältigung" erfolgt insbesondere die Abwicklung von Maßnahmen aus dem Handlungsbereich "Vorsorge".